Besser geht immer – Wie wir Kritik nutzen um uns jeden Tag zu verbessern

Zufriedenheit ist Stillstand. Kritik bedeutet Wachstum und Verbesserung.

Was verstehen wir unter Kritikfähigkeit und wieso ist diese notwendig?

Kritikfähig zu sein, kann nur dann klappen, wenn man überhaupt in der Lage dazu ist, zu erkennen, dass und warum jemand einem ein Feedback gibt. Das Wichtigste ist – und dafür muss man die Kritik auch erkennen und richtig deuten – nicht dem natürlichen Impuls zu folgen und sich direkt rechtfertigen zu wollen. Im schlimmsten Fall schießt der Kritisierte direkt zurück, dabei sollte er die Kritik annehmen und zu seinen Vorteilen nutzen, nämlich um dadurch zu wachsen und besser zu werden. Dazu gehört auch die Fähigkeit, sich selbst und Dinge, die passiert sind, zu reflektieren. Wichtig aus Sicht des Kritisierenden ist, dass das Feedback bzw. die geäußerte Kritik konstruktiv und sinnvoll und keinesfalls zu persönlich geäußert wird. Denn sonst besteht die Gefahr, dass sich der Kritisierte erst recht persönlich angegriffen fühlt.

Wie man konstruktiv kritisiert

Doch wie kritisiert man konstruktiv? Folgende Punkte sehen wir als essenziell und können wir aus unserer Erfahrung heraus besonders highlighten:

  • Es hilft immer, in seine Kritik auch einen positiven Punkt einzubauen
  • Einen Bezug des Kritikpunktes zu sich selbst herzustellen ist ebenfalls sehr effektiv (z.B. „Ich kann verstehen, warum du den Fehler gemacht hast, da ich ..“)
  • In seiner Kritik zu verdeutlichen, was das Ziel des Feedback ist, ist ein weiterer wichtiger Punkt (z.B. „Was ich dir jetzt sage dient einzig und alleine dazu, dich besser zu machen. Nimm mir das bitte nicht persönlich, ich möchte dir damit helfen.“)
  • Innerhalb der Kritik zu verdeutlichen, dass man trotzdem an die Person und ihr Potenzial glaubt, ist ebenfalls extrem effektiv. Man kann einen Menschen durch wenige Dinge so sehr motivieren, als wenn man ihm einfach nur sagt, dass man an ihn glaubt.
Kritikfähigkeit – ein entscheidender Soft Skill für den Erfolg

Die Fähigkeit, richtig mit Kritik umgehen zu können ist sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich von großer Bedeutung. Sie ist eine der besten Möglichkeiten für uns, zu wachsen und uns weiterzuentwickeln. Andere haben einen ganz anderen Blick auf uns und erkennen Stärken, Schwächen und Potentiale, die uns selbst womöglich nicht auffallen.

Wer beruflich und privat erfolgreich sein möchte, muss zusammengefasst also definitiv in der Lage sein

  • kritikfähig zu sein,
  • sich selbst reflektieren zu können,
  • sich selbst auch mal Schwächen eingestehen zu können
  • selbst zu erkennen in welchen Punkten noch Verbesserungspotential steckt und sich dementsprechend Ziele zu setzen, um besser zu werden.
Ist Kritikfähigkeit erlernbar und warum fällt es uns manchmal so schwer Kritik richtig anzunehmen?

Selbst wenn Kritik konstruktiv formuliert wurde, trifft sie uns oft auf einer sehr emotionalen Ebene. Das liegt daran, dass es sich in gewisser Weise immer um einen Art ‘Angriff’ auf unseren Status Quo handelt. Aus diesem Grund kann Kritik auch schnell als unfair empfunden werden. Oftmals setzen wir fälschlicherweise Kritik auch damit gleich, dass unsere Bemühungen nicht wertgeschätzt werden – wir also umsonst viel Zeit, Arbeit und Mühe in z.B. ein Projekt investiert haben. Daher ist es so wichtig die Fähigkeit zu besitzen, erstmal erkennen zu können, dass es sich um Kritik und eben nicht um einen persönlichen, unfairen Angriff handelt. Nur dann gelingt es uns auch, nicht direkt aus dem Impuls heraus zurück zu feuern, denn davon hat letztendlich keiner was. Im Gegenteil, dies führt meist nur zu Unverständnis, Vertrauensproblemen und Missmut bei dem Gegenüber (der die Kritik in den meisten Fällen nur gut gemeint hat).

Selbstverständlich tritt manchmal auch der Fall auf, dass Kritik nicht so formuliert wird, wie wir es uns vorstellen. Wenn sich die Kritik auch nach einer ersten Reflexion noch unfair anfühlt, ist es hilfreich, dies offen anzusprechen. So kann man über die Art und Weise der Kritik diskutieren, anstatt den anderen auf der gleichen Ebene anzugreifen. Häufig wird auch eine – subjektiv als unfair empfundene Kritik – nicht böse gemeint und durch die Rückmeldung zur Form des Kritisierens kann man helfen, die Feedback-Struktur des anderen wiederum zu verbessern.

Welche Formen der Kritik gibt es bei bytabo?

Kritik ist für uns ein essenzieller Teil unseres Wachstums. Kritik tritt bei uns vor allem in folgenden Formen auf:

  1. Feedbackgespräche: Hier wird regelmäßig ein Gespräch zwischen dem Mitarbeiter und dem oder den Vorgesetzten durchgeführt. Bei uns führen diese Gespräche also meist unsere Gründer Niklas und/oder Christian und sind ein fester Bestandteil der Zusammenarbeit. Diese Gespräche dienen nicht nur dazu, dass der Mitarbeiter Feedback von seinem Vorgesetzten bekommt, sondern insbesondere auch dazu, dass der Mitarbeiter selbst die Chance hat sich mitzuteilen und Feedback zu geben. Wenn dies auch umgekehrt gut funktioniert, ist eine perfekte Ausgangslage und das nötige gegenseitige Vertrauen geschaffen, um gemeinsam Wege zu finden, wie man z.B. Probleme aus dem Weg schaffen oder die aktuelle Situation verbessern kann. Darüber hinaus sorgt es für ein angenehmes und offenes Betriebsklima. Jeder darf Kritik äußern, wird beachtet und gehört.
  2. Retrospektive: In der Retrospektive wird gemeinsam als Gruppe – es handelt sich also um eine Art Gruppenfeedback – ein bestimmtes Projekt, ein Event o.ä. reflektiert. Man erinnert sich an die positiven, aber auch an die negativen Momente. Es werden zudem neue Ideen, Inspirationen und Verbesserungsvorschläge gesammelt. Ein wichtiger Punkt ist auch, dass einfach mal ausgesprochen wird, wofür man dankbar ist, sich gegenseitig lobt und Wertschätzung zeigt. Diese Methode dient dazu aus der Vergangenheit zu lernen und vor allem Maßnahmen aus den zusammengetragenen Punkten abzuleiten. Durch diese Maßnahme – die übrigens fester Teil unserer agilen Projektmanagement-Methode Scrum ist – verbessern wir uns kontinuierlich.
  3. Lob: Auch Lob ist eine Form der Kritik. Einfach mal ‘Danke’ zu sagen fällt uns oft gar nicht so einfach. Dabei ist es doch ein toller und einfacher Weg, um den Mitarbeitern, Kollegen und Vorgesetzten (fürs Private gilt das natürlich ganz genauso) für ihren Einsatz zu danken und die Wertschätzung ihnen gegenüber zu zeigen.

CEO und Gründer Niklas Volland: “Wir bei bytabo sind nur deshalb so weit gekommen, weil jeder einzelne Mitarbeiter viel geleistet, viel Zeit, Willen und Kraft eingesetzt hat für das gesamte Team. Wir haben mit dieser tollen Teamleistung schon viel erreicht und wollen noch mehr. An dieser Stelle ein großes DANKE von Christian und mir an alle Crew-Mitglieder.

Kritik als Teil unserer Feedbackkultur

Damit die Kommunikation funktioniert und insbesondere die Feedbackkultur, ist es besonders wichtig ein allgemeines Verständnis im Unternehmen zu schaffen, dass Kritik zum einen konstruktiv formuliert werden muss und zum anderen aus Sicht des Kritisierten immer auch ein Wachstumspotential beinhaltet. Negative Kritik bzw. Feedback zu bekommen, ist fast immer unangenehm, aber gleichzeitig auch immer eine Chance sich weiterzuentwickeln und zu wachsen. Dieses Bewusstsein muss allen klar sein. Es ist Teil der bytabo-DNA, Kritik in erster Linie als Wachstumspotenzial zu erkennen.

Wieso ist es so wichtig den Ansporn zu haben immer besser werden zu wollen? Wenn alles gut läuft, reicht es doch alles beim Alten beizubehalten oder etwa nicht?

Unser CEO Niklas nennt bei diesem Thema gerne sein folgendes Grundmotto: „Sei stolz, aber niemals zufrieden.“ Zufrieden zu sein ist für ihn etwas anderes als glücklich zu sein. Denn nach Niklas Interpretation bedeutet Zufriedenheit Stillstand. Das ist allerdings nicht unser Ansporn, sondern wir wollen immer weiter wachsen und uns entwickeln. Wir wollen uns immer größere Ziele setzen und diese auch erreichen. Diese andauernde Entwicklung, das Wachstum und das Streben, immer besser zu werden, ist das, was uns glücklich macht. Abgesehen davon würde es in unserer hochtechnologischen Branche auch gar nicht funktionieren, sich auf etwas auszuruhen, da sich alles um uns herum ebenfalls wahnsinnig schnell verändert. Etwas machen, damit fertig sein und sich darauf ausruhen ist einfach nicht möglich!

Je mehr wir uns beruflich und technologisch weiterentwickeln, desto mehr ist auch jeder einzelne Mitarbeiter gefordert, persönlich zu wachsen. Das ist auch gut so und darin liegt unsere Begeisterung und auch der Spaß an unserer Arbeit.

Was sind weitere Wege, wie wir versuchen uns jeden Tag zu verbessern?
  • Der offene Austausch, der zu jeder Zeit möglich ist – natürlich auf die richtige Art und Weise und damit die Möglichkeit, auch einfach mal zu sagen, wenn etwas nicht gut läuft.
  • Auf fachlicher Ebene bezeichnen wir uns als self-disruptive. Unsere Tools, Workflows, Methoden usw., all das hinterfragen wir ständig. Wir greifen uns selbst an und stellen uns immer wieder die Frage, ob es noch gut genug ist, was wir und wie wir etwas tun und ob es wirklich das beste ist, was wir geben können.
  • Wir sehen uns selbst als High Performance Team. D.h. wir arbeiten und entwickeln uns auf einem hohen Niveau jeden Tag weiter.
  • Die tägliche Bildung, z.B. in Form unserer Bücherkultur, gehört bei uns dazu. Dies wird von den meisten Crew-Mitgliedern zusätzlich auch im privaten Bereich umgesetzt.

Welche Erfahrungen habt ihr schon im Bereich Kritikfähigkeit und Feedback gemacht? Fällt es euch leicht Kritik anzunehmen? Habt ihr besondere Tricks, wie ihr persönlich am besten mit Kritik umgeht? Wir freuen uns wie immer über eure Kommentare! 

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