Digital und agil unterwegs in Athen

Der CIO im digitalen Hype – Handlungsfelder der IT im Zeitalter der digitalen Revolution. So lautete das Thema des 22. IT-Managementdialogs der INKOP 2018 in Athen. Und wer war neben Hochkarätern der deutschen Wirtschaft wie BMW, SAP, Lufthansa, Bayer, ThyssenKrupp u.s.w. auch dabei? Ja genau, wir bytabo! Unser CINO Christian und unser CTO Johannes waren Teil des Workshop Teams von Robin Mager (N-ERGIE IT GmbH) und befassten sich mit dem Thema “Blockchain und virtuelle Assistenten”.

Was ist die INKOP?

Aber erstmal der Reihe nach: Was genau ist die INKOP? Die Veranstaltungsreihen INKOP findet einmal jährlich im europäischen Ausland statt (diesmal in Athen), um zusätzlich Einblicke in die Informations- und Telekommunikationsbranche außerhalb des Heimatmarktes zu bieten. Sie bietet einen geeigneten Rahmen, um miteinander ins Gespräch zu kommen, voneinander zu lernen und gemeinsam Ideen für die strategische Ausrichtung von Unternehmen im Bereich ITK zu entwickeln. Es treffen sich CIOs und IT-Verantwortliche der Anwenderunternehmen mit dem Management der Anbieterindustrie zum fachlich strategischen Diskurs. Jedes Mal definiert das Programmkomitee, welches aus Vertretern der Anwenderunternehmen unterschiedlicher Branchen besteht, das Programm mit einem Leitthema. Dieses wird dann in Workshops und begleitenden Plenarvorträgen behandelt. Die Workshops dienen zum Austausch der Teilnehmer und können zu wichtigen Impulsen für die Arbeit in Unternehmen führen. Die Dokumentation der Ergebnisse führt dazu, dass sie für das Netzwerk sichtbar und abrufbar bleiben. So können sie auch jederzeit nachhaltig weiterentwickelt werden.

DONNERSTAG 04.10.2018

Es geht los! Noch ein schnelles Abschiedsbild aus der Abflughalle und schon sitzen Christian und Johannes mit großen Erwartungen und viel Motivation im Flieger Richtung Athen und INKOP. Die Einreise verläuft für alle problemlos, lediglich die Kaffeemaschine aus der Schweiz – die eine zentrale Rolle für das Workshop-Team spielen sollte – hatte so ihre Probleme am Zoll. (Offensichtlich verstanden die Mitarbeiter am Flughafen in Athen nicht ganz, weshalb eine Kaffeemaschine aus der Schweiz für nur vier Tage in Griechenland einreisen möchte).

Am Hotel – idyllisch direkt am Meer gelegen – angekommen, geht es direkt mit den Workshop-Vorbereitungen los. Da musste sogar der Check-In ins Hotelzimmer erstmal warten. Sieht zwar nach Urlaub aus, aber die beiden hatten ein volles Programm und viel zu tun. Nach den Eröffnungsreden von Peter Köhler und dem Präsidenten der INKOP 2018 Dr. Kian Mossanen war es an der Zeit das Workshop-Team besser kennenzulernen. Mit uns im Team waren Robin Mager von der N-ERGIE IT GmbH als Workshopleiter, Sönke Björn Vetsch von der Noumena Digital AG und Ante Plazibat, Doktorand an der Universität St. Gallen, der im Bereich Digitale Transformation in der Finanzindustrie und in der Blockchain Technologie forscht. Als Icebreaker diente das Spiel “Der magische Stab”.

Zielstellung

Das Ziel am Donnerstag war zunächst eine gemeinsame Vision abgestimmt auf die Zielgruppe und den zu erwartenden Nutzen zu erarbeiten. Unsere Vision: My coffee all over the world! Wichtig ist das Problem aus dem Blickwinkel der Kunden zu betrachten. So können viele relevante Probleme unseres Lebens gelöst werden und so erscheinen Sprachassistenten und Blockchain auch nicht mehr als mysteriös, sondern als hilfreiche Werkzeuge für unsere Zukunft.

Ein entscheidender Punkt ist dabei die Erstellung eines Product Backlogs. Der Product Backlog enthält alle Anforderungen an das Produkt und die Qualität des Product Backlogs ist für die erfolgreiche Abwicklung eines Projekts ausschlaggebend. Der Product Backlog wird während der gesamten Projektlaufzeit (in diesem Fall war es dann nur ein Tag) gepflegt. Die Anforderungen werden Schritt für Schritt in den Sprints bearbeitet. Zusammen mit den Teilnehmern findet eine Ideensammlung statt, die in den nächsten Tagen Umsetzung finden soll. Einen “digitalen” Kaffee zuzubereiten, das ist das Ziel. Hierfür soll eine Kaffeemaschine mit einem virtuellen Assistenten wie Alexa und Blockchain verbunden werden. Der erste Tag endet mit einem griechischen Abend am Meer und dem ein oder anderen Gin Tonic.

FREITAG 05.10.2018

Der Tag beginnt mit einer Podiumsdiskussion um 9:00 morgens. Ab 10:00 geht es dann wieder an die Workshop-Arbeit in den Teams. Besonders wichtig dabei ist die agile Arbeits- und Herangehensweise, d.h. es wird in Sprints gearbeitet, wie wir es auch bei bytabo tun. Insgesamt gibt es am Freitag vier Sprints, die durchlaufen werden. Für ausreichend Abwechslung im Workshop ist durch Theorie- und Praxis-Slots gesorgt. So ist für jeden Teilnehmer etwas dabei, egal, ob dieser eher an der Theorie dahinter oder der praktischen Umsetzung interessiert ist.

Nach jedem Sprint wird, wie es auch in der realen Anwendung üblich ist, mit den Kunden, bzw. Teilnehmern Rücksprache gehalten. So kann optimal auf die Anforderungen und Wünsche der Kunden eingegangen werden und abschließend ein Produkt geschaffen werden, das nicht nur seinen Zweck erfüllt, sondern auch ein gewisses Erlebnis für den Nutzer schafft. Die ersten beiden Sprints finden von 10:00 bis 13:00 Uhr statt, nach dem Mittagessen geht es bis 17:00 weiter mit den zwei weiteren Sprints. Abschließend wurde das Ergebnis noch bis 17:30 gesichert, bevor es in die Retrospektive ging. Diese dient nochmals zum gegenseitigen Austausch über den Projektablauf. Fragen wie ‚was lief gut‘, ‚was kann zukünftig verbessert werden‘, ‚welche neuen Ideen und Ansätze sind vorhanden‘ u.s.w. werden hier diskutiert. Den anstrengenden und langen Tag lassen Christian und Johannes dann in Athen ausklingen. Auch hier war eventuell wieder Gin Tonic mit von der Partie.

SAMSTAG 06.10.2018

Der letzte aktive Veranstaltungstag zieht auf. Heute kommt es darauf an und die große Frage lautet: Wird Kaffee durch die Maschine laufen? Und tatsächlich alles läuft glatt, bzw. der Kaffee läuft wie gewünscht und die Präsentation des Ergebnisses klappt.

Alles was dafür nötig war, ist ein Amazon Echo, eine gehackte Kaffeemaschine, die entsprechende Blockchain Technologie, wie die von NOUMENA und ein enthusiastisches Workshop Team. Wichtiges Learning: Wenn wir uns auf die Wünsche unserer Kunden konzentrieren uns diese in den Entwicklungsprozess einbinden, schwinden auch die Zweifel über die Reife und das Sicherheitsniveau dieser Technologien.

Unser Experiment zusammengefasst:

  1. Sprachassistenten sind die Schnittstellen der Zukunft.
  2. Wir haben Vertrauen in offene Ökosysteme und Plattformen mit Blockchain-Technologien aufgebaut.
  3. Mit diesen beiden Technologien gewinnen wir unsere digitale Souveränität zurück!

Anschließend wird für jeden Workshop ein „Messestand“ aufgebaut, an dem die jeweiligen Workshopleiter und -Teilnehmer ihre Ergebnisse präsentieren. So kann sich jeder Teilnehmer über die Ergebnisse der anderen Workshops informieren.

Der Abend endet mit einer Gala am Meer – das haben sich die beiden aber auch verdient. Dafür haben sie sich auch ordentlich herausgeputzt, man will ja nicht unangenehm zwischen all den hohen Tieren aus der Menge hervorstechen.

SONNTAG 07.10.2018

It’s time to say goodbye. Nach dem Frühstück geht es schon wieder in Richtung Heimat. Was bleibt sind viele tolle neue Erfahrungen, Learnings, Technologien und Menschen, die wir kennenlernen durften. Das Event war rundum eine lehrreiche und spannende Sache.

Was haltet ihr von den Möglichkeiten, die uns Sprachassistenten und Blockchain bieten? Nutzt ihr z.B. Alexa im Alltag oder steht ihr dem Ganzen eher skeptisch gegenüber? Wie sieht es an Eurem Arbeitsplatz aus, verwendet ihr dort entsprechende Technologien? Wir freuen uns über Eure Kommentare!

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