Konzern & Startup – Wie wir in unserer Zusammenarbeit mit Bosch Synergien nutzen

Jahrelange Erfahrungen im Alltagsgeschäft. Darüber verfügen Mitarbeiter aus großen Konzernen. Know-How, wie Projekte ablaufen, wie man diese am besten in die Hand nimmt und leitet, aber auch was man tut, wenn es mal schwierig wird, wie man reagiert, wenn die Sachen nicht so laufen, wie es geplant war und wie man solche Situationen dennoch meistert.

Im Gegensatz dazu stehen kleine, junge Unternehmen. Startups, die auf der Basis einer individuellen und neuartigen Geschäftsidee gegründet wurden, noch nicht lange am Markt sind und sich daher erst etablieren müssen. Die Mitarbeiter in diesen Unternehmen, das umfasst auch die Gründer der Unternehmen selbst, stehen oft mit ihrem ganzen Herzblut hinter der Idee. Durch nicht vordefinierte Prozesse und Abläufe wird hier auch oftmals eine völlig andere und nicht selten auch unkonventionelle Arbeitsweise an den Tag gelegt.

Auch wenn die beiden Beispiele gegensätzliche Ursprünge haben, bieten sie dennoch umso mehr Potential für eine Zusammenarbeit und eine Synergie der unterschiedlichen Ansätze. Das Wissen von Konzernen und von Startups ist in einem völlig anderen Kontext verankert und unter anderen Voraussetzungen gewachsen und entstanden. Der Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit kann also das Wissen auf beiden Seiten nur erweitern.

Kontaktaufnahme erwünscht

Oftmals besteht jedoch zwischen diesen beiden Kontexten so viel Abstand, dass es schwer ist, in Kontakt zu treten. Umso besser ist es dann, wenn Konzerne auf kleine Unternehmen zugehen, um nach Ansatzpunkten für eine Zusammenarbeit zu suchen.

So ist es uns von bytabo® erst zuletzt passiert. Nachdem Niklas auf einer Veranstaltung rund um das Thema Agile Organisationen über die Wertewelt von bytabo® gesprochen hatte, kam Andrej Dering von Bosch auf uns zu und lud bytabo® zu seiner Abteilung im Musterbau des Werks in Bamberg ein. Schnell zeigte sich, dass Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit vorhanden sind und auch die Chemie zwischen uns und Andrejs kreativem Team passt. Anschließend folgten einige Treffen, um die Interessen sowie das fachliche Wissen von beiden Seiten genauer kennen zu lernen.

Dass junge Unternehmen meist mehr am Puls der Zeit leben und sich nicht auf ein bereits bestehendes Geschäftsfeld stürzen, sondern vielmehr neue Wege beschreiten, macht Sie so interessant für etablierte Konzerne. Bei einer Zusammenarbeit erübrigt sich für den Konzern das Trend-Monitoring und wird auf den neuen Kooperationspartner, der sich schon in der Materie auskennt und bewegt, ausgelagert.

Zudem erkennt auch die Industrie immer mehr die neuen Trends an und setzt verstärkt auf die Nutzung von Mobile Devices. Dass hier Gründer, die oftmals gleichzeitig auch Digital Natives sind, bestens über die Einsatzmöglichkeiten Bescheid wissen, macht sie zu den perfekten Kooperationspartnern.

Innovative Ansätze in der Industrie

Bosch hat bereits einen digitalen Fahrplan vorliegen und verfügt auch über eine Innovationswerkstatt. Dementsprechend wird hier auch verstärkt auf den Einsatz von Mobile Devices in der Industrie gesetzt. Darum geht es auch bei der Zusammenarbeit von bytabo® und Bosch: Ziel ist es, auf Basis der bereits bestehenden Ansätze eine konfigurierbare Oberfläche mit Shortcuts, die auf verschiedene Programme oder Funktionen verlinken, zu konzipieren und zu entwickeln. Durch die Konfiguration kann jeder Mitarbeiter sich seine Oberfläche selbst nach seinen Bedürfnissen erstellen, sodass Nicht-Relevantes verbannt wird und man auf diese Weise möglichst effizient seinen alltäglichen Tätigkeiten nachgehen können. Primär wird die Oberfläche für Tablets entwickelt, was die Mobilität im Unternehmen enorm verbessert. Der Fokus liegt also klar auf den Bedürfnissen der Nutzer, sowie auf der User Experience.

Wird sich auf den Mehrwert konzentriert, den eine Anwendung mit sich bringt, steigt die Chance, diese im Alltag zu Etablieren. Durch die neue Oberfläche sind Mitarbeiter nicht mehr an einen Arbeitsplatz mit festen PC gebunden, wenn es um bestimmte Aufgaben geht, sondern können sich im Unternehmen bewegen, zu den involvierten Kollegen, Abteilungen oder Maschinen gehen und gleichzeitig ihre Aufgabe erledigen.

Bosch verfolgt in unseren Augen einen sehr revolutionären Ansatz, der sich dem sich verändernden Arbeitsalltag im Zuge der Digitalisierung anpasst. Diese Anpassung ist in unserer Ansicht nach in allen Branchen nötig, vor allem in der Industrie, die oftmals noch auf altbewährte Abläufe setzt, die jedoch mittels kleiner Veränderungen effizienter gestaltet werden können. Dieses Denken, die Offenheit gegenüber neuen Ansätzen und die Bereitschaft, in dieser Hinsicht auch zu investieren, wird in unseren Augen langfristig Mehrwert schaffen, sowie die Zukunft, aber auch die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sichern.

Zusammen kreativ werden und Innovatives schaffen

Die Vorteile einer Zusammenarbeit von Bosch und bytabo® liegen hierbei klar auf der Hand. Das Industrielle Know-How sowie die Erfahrung des etablierten Industriekonzerns, gepaart mit dem technischen Fachwissen und der Kreativität von bytabo® haben bereits tolle Ansätze hervorgebracht, an denen wir derzeit weiterarbeiten.

Zudem setzen wir bei der Zusammenarbeit ebenfalls auf neue Wege, schnelle Kommunikations-Tools, die Abstimmungen flexibler gestalten und so einen weitaus agileren Prozess ermöglichen. Klare Rollendefinitionen sowie Zuständigkeiten runden alles ab und ermöglichen uns einen reibungslosen Ablauf mit Feedbackschleifen, die uns nicht aufhalten, sondern gewährleisten, dass beide Partien dieselbe Sprache sprechen und ein gemeinsames Endprodukt fokussieren.

Potentiale erkennen und nutzen

Etablierte Unternehmen verfügen über ein enormes Wissen und viele Erfahrungen im Geschäft. Kommen zu dieser fachlichen Expertise die Werte und die Motivation von Startups dazu, ist das entstehende Potential oftmals sehr vielversprechend. Erfindergeist, Mut, die Nähe zu Trends, aber auch die Stehaufmännchen-Mentalität können Projekte richtig in Fahrt bringen.

Daher liebe Konzerne: vielleicht ist es bei manchen Projekten genau der richtige Weg, ein innovatives Team von außen hinzuzuziehen, um ein Vorhaben möglichst effektiv und kreativ anzugehen. „No risk, no fun“ heißt es ja so schön. Und sollte ein Projekt im schlimmsten Falle tatsächlich einmal scheitern, lässt sich, ganz im Sinne des Startup-Geistes, immer ein Learning aus der Sache ziehen, das beim nächsten Projekt gleich umgesetzt werden kann.

Die Devise lautet also: „You either win or learn“ 

Wir von bytabo® freuen uns sehr, dass Bosch an uns herangetreten ist und wir nun zusammen kreativ sein können!

 

Ein Beitrag von Amelie Tihlarik. 

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