Scrum bei bytabo® – Ein erstes Fazit

Im Artikel „Alles auf agil“ haben wir euch bereits darüber berichtet, dass wir vor einigen Wochen die gesamte Organisation der Digital Crew auf Scrum umgestellt haben. Mittlerweile befinden wir uns im dritten Sprint, haben also schon 2 Retrospektiven hinter uns und einige Learnings mitnehmen können. Aus diesen konnten wir bereits Maßnahmen generieren. In den jeweiligen Retros wurden jeweils positive und negative Punke, aber auch Lob und Ideen angesprochen, die den Prozess verbessern würden. Anbei könnt ihr nachlesen, was uns bereits aufgefallen ist.
User Stories und Refinement

Unsere Product Owner, kurz PO, mussten sich erst in den Scrum-Prozess einfinden. Nach der zweiten Retro zeigte sich, dass die POs, schon während ein Sprint läuft, den kommenden Sprint sowie die darin enthaltenen User Stories vorbereiten müssen. Wir nutzen hierzu den Termin des Refinements, um so im Voraus alle Fragen aus dem Weg zu räumen. Vor allem müssen die User Stories sorgfältig ausgearbeitet werden und die Akzeptanz-Kriterien einwandfrei und vor allem eindeutig formuliert sein. Am besten werden alle User Stories kurz auch mit dem Kunden direkt besprochen, sodass keine Unklarheiten mehr hinsichtlich der bestehenden Aufgaben bei Entwicklern, POs oder Kunden bestehen.

FAQ und Weiterbildung

Auch wenn wir einige Einführungen in die Methodiken von Scrum bereits vor dem ersten Sprint hatten, zeigte sich mit der Zeit, dass immer wieder Fragen zu Prozessen oder Sonderfällen aufkamen, bei welchen erstmal recherchiert werden musste. Somit haben wir einen FAQ-Bereich angelegt, in welchem alles dokumentiert wird, damit sich jeder aus der Digital Crew selbst zu Scrum-Anliegen informieren kann. Somit wurde die stetige sowie selbstständige Weiterbildung für alle Crew-Mitglieder eingeführt, damit wir alle das gleiche Wissen hinsichtlich Scrum aufweisen können.

Testing

Schon nach dem ersten Sprint haben wir bemerkt, dass wir einen kontinuierlichen Testing-Prozess etablieren müssen, sodass wir schon während der Sprint noch im vollen Gange ist, bereits erste Ergebnisse von unseren Testern ordentlich unter die Lupe genommen werden. Dadurch können wir die letzten Tage vor der Review etwas entspannter angehen. Zudem haben wir auch einen Codefreeze eingeführt, der den Entwicklern Änderungen kurz vor der Review untersagt und so für eine bessere Planung zur Erfüllung der User Stories beiträgt.

Scrum-Richtlinien

Damit ein Sprint auch wirklich funktioniert, müssen die Richtlinien von Scrum strikt eingehalten werden. Unser Scrum-Master Jo muss hier also auch streng sein, wenn z.B. ein PO in einen laufenden Sprint eine User Story einbinden will, die aber im Planning 1 nicht aufgenommen wurde. Wir haben festgestellt, dass Konsequenz und Regelkonformität für die gesamte Umsetzung essenziell sind.

Die Retro-Box

Während eines Sprints fallen einem immer mal wieder bestimmte Sachen auf, die verbesserungswürdig sind. Aber oft vergisst man diese bis zur Retrospektive am Ende des Sprints. Unsere Lösung: die Retro-Box, in der alle Anmerkungen landen. Diese Box wird dann am Ende des Sprints geöffnet und die genannten Themen werden besprochen. Dies verkürzt in unseren Augen zudem den zeitlichen Aufwand der Retro, da man nicht mehr so viel Bedenkzeit für die Punkte benötigt.

Sprintziel

Natürlich ist das Ziel jedes Sprints, die darin enthaltenen User Stories alle zu erledigen, sodass diese auch von den POs abgenommen werden. Zusätzlich zu diesem Ziel wollten wir aber noch ein Sprintziel einführen. Hierbei geht es z.B. darum, dass ein Projekt abgeschlossen wird oder ein anderes Projekt einen gewissen Meilenstein erreichen soll.

Organisatorisches

Unsere reale Wasserstandslinie

Zudem sind uns noch organisatorische Punkte in den vergangenen Sprints aufgefallen. Die Wasserstandslinie, also die Grenze, bis wohin User Stories vom Entwickler-Team sicher erledigt werden, muss direkt nach dem Planning 1 gesetzt werden und darf danach auch nicht verändert werden. Die Handhabung mit Jokern hat bei uns bis dato recht gut funktioniert. Hier bleibt abzuwarten, wie sich das in der Zukunft gestaltet. Generell müssen wir uns untereinander etwas proaktiver verhalten und gegenseitig Updates geben, damit jeder vom Team am Ende des Tages, der Woche, auch den gleichen Wissensstand hinsichtlich der Projektlage hat.

Die vergangenen Sprints haben uns schon viele Learnings mitgegeben. Wir sind gespannt auf die zukünftigen Sprints und die Erfahrungen. Diese werden wir mit euch natürlich wieder hier teilen.

Kennt ihr Scrum oder habt vielleicht sogar schon Erfahrungen damit gemacht, die ihr nützlich fandet? Erzählt uns mehr davon in den Kommentaren oder auch gerne auf Facebook.

 

 

Ein Beitrag von Amelie Tihlarik. 

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